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Puzzle

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1

Mittwoch, 18. August 2010, 07:38

Belastungsphase: Low Carb + Gluten?

Hallo Ihr Lieben,

keinen Monat Getreideverzehr und ich gehe wieder am Krückstock...

Seit dem letzten Bandscheibenvorfall vor zwei Jahren meide ich Getreide und Getreideauszüge wie Stärke strikt.
In dieser Zeit hatte ich auch keinerlei Beschwerden mehr mit meinem Rücken bei dem die Diagnose lautet: vorzeitige Verschleißerscheinung
im unteren Lendenwirbelbereich "In Ihrem Alter!" <-- wie der Arzt immer und immer wieder entsezt jedem Satz beifügte.

Die letzten zwei Jahre ging es mir so gut, das ich´s schon fast vergessen habe. Und jetzt keinen Monat später nachdem ich wieder
Getreide esse, kann ich mich kaum mehr bewegen. Für mich besteht hier ein eindeutiger Zusammenhang.

Das Problem ist nun, das ich so nicht weitermachen kann, wenn ich meinen Arbeitsplatz behalten möchte. Aus Erfahrung weiß ich, das alle ein bis zwei Wochen
für mindestens eine Woche kaum mehr laufen, sitzen und liegen kann.. das macht kein Arbeitgeber mit.
Die Belastungsphase für die Zölitestung zu unterbrechen, beraubt mich aber wieder der Gewissheit, ob´s nun Zöli oder nur ne GU ist.

Was soll ich tun? Hat jemand eine Ahnung ob das nun mit den Gluten oder eher mit anderen Bestandteilen aus dem Getreide zusammenhängt?
Bei zweiterem könnte ich wieder zu Low Carb wechseln und reines Gluten ins Fleisch mischen, was meint Ihr?
Ich halte es kaum mehr aus und ab heute Beginne ich wieder mit LC. Bis nächste Woche muss ich wieder fit sein und
arbeiten können.
Gluten sind zwar bestellt, aber wenn es aufs gleiche rausläuft, wie jetzt, hat das ja auch keinen Sinn.

Bin 28 Jahre jung und kann kaum mehr laufen. ;( Was soll ich nur machen?
Vielleicht hat der ein odere andere schon ähnliches Erlebt und kann mir weiterhelfen?
Liebe Grüße
Eure Puzzle

Biene_

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2

Mittwoch, 18. August 2010, 08:18

Oh man. Das hört sich wirklich sehr schlimm an! Du bist noch so jung, ich auch und hatte auch schon manchmal gedacht, was das nur mit mir werden soll. Seit ich Gluten meide, geht es wesentlich besser! Also, du kannst dir sicher vorstellen, was ich dir raten würde. Sch... auf den eindeutigen Beweis, wenn du noch lange glutenhaltig essen musst (wie lange musst du noch durchhalten?)! Wenn sich deine BEschwerden unter glutenfreier Nahrung deutlich bessern, dann hast du doch den Beweis. Mir ging es damals auch so dreckig - die Biopsie war trotzdem negativ. Dennoch war Gluten die wirkliche Ursache für meine schwerwiegenden Beschwerden. Mir ist es egal, ob ich ne positive Biopsie nachweisen kann oder nicht. Bin jedoch davon überzeugt, dass ich in ein paar Jahren einen positiven Biospiebefund hätte nachweisen können. Dann wäre ich aber auch in der Psychiatrie gelandet! Das ist es mir definitiv dann auch nicht wert!



Also, es kommt darauf an, wie lange du dich noch mit glutenhaltigen LM quälen musst. Wenn es nur max. 2 Wochen noch sind, dann würde ich das evtl. noch versuchen, obwohl die Garantie auf einen eindeutigen Nachweis einer positiven oder negativen Biopsie ja dann auch nicht gegeben ist. Wie sieht es mit den Antikörpern im Stuhl und v.a. im Blut aus?



PS: mir hat eine Ärztin von der Krankenkasse damals, nachdem ich ihr alle meine Beschwerden ganz ausführlich erzählt habe, davon abgeraten die Biospie durchzuführen, da für sie die Sache eindeutig war!



lg Bine
Das, was ich schreibe, beruht im Wesentlichen auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und stellt meine eigene Meinung zum Sachverhalt dar. Mehr nicht. :)

Fidelio

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3

Mittwoch, 18. August 2010, 08:42

Zuneachst eine Rueckfrage, wie lange Du schon wieder glutenhaltig isst. Du schreibst: "KEINEN Monat" - sollte das nicht "EINEN Monat" heissen?

Generell ist zu sagen: Glelenkschmerzen koennen in der Tat durch Zoeliakie kommen. Die HI kann natuerlich bei der Verschlechterung auch noch eine Rolle spielen, denn Du bist sicher schon ganz schoen genervt.

Das Problem ist: auch wenn Du die Gluten bei LOW CARB unter Dein Essen mischt, werden sie weiter Schaden anrichten und damit auch Gelenkescshwerden hervorrufen.

Da der Transglutaminase-Wert bei glutenhaltiger Nahrung recht schnell wieder ansteigt, auch wenn sich bis dato histologisch noch nix an Zottenreduktion zeigt, muesste ein Monat Gluten eigentlich ausreichen, um zu sehen, ob der steigt (vorausgesetzt, man hat den Ausgangswert!). Zur Kontrolle den Transglutaminase-IgA bestimmen waer ne Moeglichkeit. Dann haettet Ihr schon mal einen wichtigen Anhaltspunkt, ob Zoeli oder nicht. Du kannst Deinen Job nicht riskieren, nur weil geklaert werden muss, ob Du Zoeliakie hast, oder nicht!
LG Fidelio
Disclaimer: Ich bin keine Ärztin. Meine Aussagen sind die eines interessierten Laien und geben nur meine eigenen Erfahrungen wieder. Bitte holt Euch ggf. Rat bei Experten.



tinca0

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4

Mittwoch, 18. August 2010, 10:31

Hallo Puzzle,

so ein Mist. Lass dich mal knuddeln!

Isst du jetzt nur Weizen, hast du Dinkel schon mal ausprobiert?

Bei Hartweizen Nudeln bekomme ich einen Gichtanfall, bei zuviel Kamut tut mir mein rechtes Hüftgelenk so doll weh, das ich nicht stehen, sitzen und liegen kann.

Ich würde es noch mit puren Gluten probieren und wenn das auch nichts ist, würde sogar ich es abbrechen, obwohl auch mir eine sichere Diagnose wichtig wäre.

Aber wie Fidel schon schreibt, mach den Antikörpertest, vielleicht zeigt der bei dir ja was an.

Ich glaube wenn der Antikörpertest positiv + von der Ärztin gesagt wird, die Belastung ist gesundheitlich nicht vertretbar + Besserung während der Diät, müßte es auch als sichere Diagnose gelten.
Aber nagel mich da jetzt nicht fest, ganz sicher bin ich mir nicht.

LG. Silke

Fidelio

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5

Mittwoch, 18. August 2010, 11:06

Auch Dinkel enthaelt Gluten.

Ist jemand von Zoelikaie betroffen, nuetzt es ihm nix, statt Weizen Dinkel zu nehmen. Hat jemand hingegen´eine Weizenunvertraeglichkeit, dann kann es sein, dass Dinkel geht, auch wenn Weizen nicht geht.
LG Fidelio
Disclaimer: Ich bin keine Ärztin. Meine Aussagen sind die eines interessierten Laien und geben nur meine eigenen Erfahrungen wieder. Bitte holt Euch ggf. Rat bei Experten.



tinca0

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6

Mittwoch, 18. August 2010, 11:12

Das Dinkel Gluten enthält ist mir klar, es geht ja auch um die Belastungsphase für den Zöli Test.

Man muß aber nicht auf alle Getreide gleich extrem reagieren. Hätte ich Hartweizen essen müssen, würde ich nach genau 2 Tagen, die Belastung abbrechen, weil mein rechter großer Zeh alles sprengen würde und sogar in absoluter Ruhestellung schmerzen würde und ich an die Decke gehen würde (wenn ich könnte).

Also Versuch macht klug.

LG. Silke

Puzzle

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7

Mittwoch, 18. August 2010, 18:06

Hallo Ihr Lieben,

bin nun heute morgen gleich zum Arzt geflitzt und habe mir Blut abnehmen lassen. Vorab habe ich die Diagnoseaufstellung des Zöliakie Treffs
dort hin gemailt, in der Hoffnung die Testen das richtige.
Freitag oder Montag müsste das Ergebnis da sein. Leider weiß ich nun nicht, ob die nicht ganz! 4 Wochen ausreichen für die Antikörper.
Ws mir dann auch leider erst auf der rückfahrt eingefallen ist: Shit! Ich nehme jeden Tag eine Aerius! :pinch: Mist!
Was die Blutspende nun umsonst?? Weiß das jemand? ;(

Leider Reagiere ich auch auf Dinkel, Roggen, Haferflocken usw... wenn da nicht in allem mehrere gleiche Stoffe ausser Gluten
drin sind, muss es wohl das Gluten sein, oder nicht`?

Habe heute noch kein Gluten gegessen, nur Fleisch und es geht mir inzwischen schon spürbar besser. Das ist unglaublich!
Von zuviel Histamin bekomme ich vorrangig Muskelprobleme. Wie starker muskelkater und im Schlimmsten Fall auch Muskelentzündungen.
Getreide scheint meinen Muskeln gut zu bekommen, dafür meinen Knochen und Gelenken überhaupt nicht.. das ist ein Kreuz.

Unter Low Carb geht es mir noch am Besten, wobei die Kohlehydratmenge da sehr schwankt. An manchen Tagen bis zu 200 und an anderen unter 10 bis 20 Gramm.
Allerdings denke ich, das ich damit dann unter der nötigen Glutenverzehrmenge liege. Mit reinem Gluten kann ich diese zwar steigern- werde aber sicher auch
wieder am Krückstock gehen... was nun?

Du kannst Deinen Job nicht riskieren, nur weil geklaert werden muss, ob Du Zoeliakie hast, oder nicht!
Ja, genau daran scheitert es. Könnte ich die nächsten paar Monate daheim vor mich hinjammern, würde ich´s durchziehen.
Aber mein Arbeitgeber wird das icht mitmachen zumal er sich fragen wird, wie "wertvoll" ich noch bin, wenn ich jetzt schon einen
kaputten Rücken habe... :S

Nachtrag: Ich habe Zöliakie bei mir nie wirklich für Möglich gehalten. merkte zwar deutlich, das ich Getreide nicht vertrage, aber Zöliakie war immer so was ganz enorm
Auffallendes, das die Betreffenden schon seit Baby durch Ihre Eltern wussten, weil Sie nur noch geschrieben haben und extreme Durchfälle und Koliken hatten... so war zumindest immer meine Vorstellung... *sorry* Ich war ein ruhiges Kind, das war mein stetes Hautargument dagegen.

Je mehr ich mich mit dem Thema befasse desto deutlicher schwebt nun dieses (für mich immer Schreckenswort) über mir.. Bis auf die fehlenden Durchfälle, die ich aber in meiner Schlimmsten Zeit inklusive rapider Gewichtsabnahme auf 52 Kilo auch vorweisen kann, passt doch so ziemlich alles zusammen.. :huh:
Zugenommen habe ich damals erst wieder nach striktem Meiden von Gluten nach über einem Jahr und das nur sehr langsam trotz enorm Hoher Nahrungszufuhr.
Nach ca. 1,5 Jahren dann sprunghaft, das ich gar nicht wusste, wie mir geschieht.



http://www.praxis-poschmann.de/index.php…tion=show&id=23

Zitat

Zu den häufigsten Beschwerden einer Zöliakie zählen Rückenschmerzen,
Depressionen, Regelblutungsstörungen und eine nicht auf Tabletten
ansprechende Eisenmangelanämie. Durchfall tritt häufig erst als
Spätsymptom auf. In der Regel sind das Auftreten einer Laktose- und
Sorbitintoleranz frühe Warnzeichen.
- ja
- ja
- ja
- ja... kann ich alles bejahen.
Zusätzlich:
Lange Wimpern unter Glutenhaltiger Nahrung: ja
deutlicher Rückgang des Nagelmonds (Tendenz zu Klumpfingern): ja
Haarausfall: ja
Eisenmangel: ja
Bleich: ja
Schwächegefühl/ Schwindel: ja
aufgebläht: ja
Durchfall: nein
nach mehrmonatigem Verzehr: ja
Gelenkbeschwerden: ja
Anämie: ja
Konzentrationsschwäche: ja
Antriebslos: ja
SI, [abk=Fructoseintoleranz (intestinal)]FI[/abk], LI, HI: ja
Bei Sorbit löst sich mir die ganze Mundschleimhaut in Fetzen auf..
ständige Übelkeit: ja
ständig latente Bauchschmerzen: ja (war irgendwie schon normal)
Magenkrämpfe/ Sodbrennen: ja
"Reizdarm": ja

und so kann ich noch ewig weiter machen... 8|





Danke für Eure Hilfe. :love:
Liebe Grüße
Eure Puzzle

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Puzzle« (19. August 2010, 05:34)


sandra22

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8

Samstag, 21. August 2010, 16:41

Bei der Vielzahl und Schwere der Symptome ist doch ein Test eigentlich nicht mehr nötig. Egal ob Zöli oder nicht, dabei mußt Du doch auf jeden Fall Getreide und am besten auch sonstiges Gluten (falls es doch eine Zöli ist) streng meiden. Allerdings spricht es eher für Zöli, weil bei einer einfachen GU eigentlich weder Knochen noch Gelenke kaputtgehen und da würde ich sicherheitshalber alles Gluten meiden.

LG
Sandra
Alles, was ich schreibe, beruht nur auf meiner persönlichen Erfahrung und dient nur als Hinweis darauf, in welche Richtung man mal suchen könnte oder was man seinen Arzt mal fragen kann. Es ist auf keinen Fall eine med. Beratung o.ä., sondern lediglich meine persönliche Meinung.

Puzzle

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9

Freitag, 27. August 2010, 13:51

So, nun muss ich mal wieder ein sinnloses Statement abgeben *fluch*
Ich bin übelst angenervt. Als meine Rückenschmerzen wieder akut auftraten, habe ich bei meinem Hausarzt angerufen und die Helferin gefragt,
ob in der praxis Bluttests auf Zöliakie gemacht werden. Ich habe ihr meine Situation erklärt, das ich nicht weiter Glutenhaltig essen kann und darum wenigstens den Bluttest vor dere erneuten Karenz machen würde, da die knapp 4 Wochen sonst umsonst gewesen sind. Sie war sich nicht sicher, meinte, sie müsste den Arzt nochmal fragen und ich solle später nochmal anrufen.
Das tat ich dann auch, sendete Ihr zur Sicherheit nochmal den Link zum Zöliakie treff mit den gelisteten Diagnosekriterien und fuhr, nach Ihrer Aufforderung doch bitte
gleich loszufahren und Blut zu spenden, direkt in die Praxis.

Dort wurde ich ins Wartezimmer gebeten, danach in einen Behandlungsraum in dem mir Blut abgenommen wurde und mit der Info, in einer woche nochmal anzurufen verließ
ich die Praxis.

Eine Woche später rief ich nun in der Praxis an, um meine Ergebnisse zu erfahren und erhielt vom Arzt die Auskunft: "Ihre Leberwerte sind gut."
Auf meine Nachfrage nach dem Zöliakietest bekam ich dann einen herben Anraunzer, in der Art, was ich mir rausnehmen würde, einen Zöliakietest zu VERANLASSEN. Das wäre doch wohl seine Arbeit! Ich hätte mich absolut fehlverhalten, hätte erst zu ihm zur Untersuchung und Sympthombesprechung kommen müssen, damit er beurteilen kann, ob es überhaupt sinnvoll sei. Somit habe ich mich absolut fehlverhalten und er hat den Zöliakie test nicht gemacht!

Fazit: Alles war umsonst und für eine erneute Testung müsste ich erst wieder wochenlang glutenhaltig essen, inklusive der ganzen Symptome und dann wohl leider auch wieder mit Krankenschein.
Das ist mir aber nicht möglich. Ich will meinen Job behalten und somit war nun alles fürn A**ch!

Ich bin so sauer, fassungslos und den Tränen nahe, ich habe inzwischen wirlich einen reinen und puren Hass auf Ärzte, das könnt Ihr euch gar nicht vostellen.
Ich weiß auch schon gar nicht mehr, was ich sagen soll, mir fehlen echt die Worte...
Liebe Grüße
Eure Puzzle

Biene_

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10

Freitag, 27. August 2010, 14:55

Oh man Puzzle, das tut mir wirklich schrecklich leid für dich. Du hast dich so gequält. Kanntest du den Arzt denn vorher? Konntest du nicht wissen, dass er so reagiert? Ich frage nur, weil ich auch immer ganz vorsichtig bin und mich kaum traue etwas zu fragen. Allerdings habe ich schon länger die Grenzen bei meinem Arzt ausgelotet und er ist wirklich sehr lieb und verständnisvoll. Wenn ich so etwas höre, dann bekomme ich Angst, wenn ich mal den Arzt wechseln muss. Aber darum geht es jetzt nicht.



Wie gesagt, es tut mir schrecklich leid für dich. Darf ich dir einen Rat geben? Ich an deiner Stelle würde den ganzen Versuch an dieser Stelle abbrechen. Du hast gesehen, wie dreckig es dir mit dem Gluten geht und das ist doch letztlich alles, was zählt. Wenn du wieder Gluten weglässt und sich dein Zustand deutlich bessert, dann ist es klar, dass du Gluten nie wieder zu dir nehmen solltest - egal ob GU oder Zöli.

Bei mir war es mit Gluten auch sehr schlimm. Leider waren die Befunde negativ, was mich nicht mehr interessiert. Auch die Ärzte, bei denen ich jetzt in Behandlung bin, haben mich nicht nach Zöli oder nicht Zöli gefragt.

Seit dieser Woche habe ich sogar ein Attest von meinem Hausarzt mit meinen NMU´s, davon an erster Stelle Gluten bekommen.



Ich möchte für meine Ernährung kein Geld haben! Ich finde es ungerecht, wenn Zöliakiebetroffene die Mehrkosten erstattet bekommen und andere, die aufgrund von anderen NMU´s oder schwerwiegenden Lebensmittelalergien oder auch ernährungsbedingten Hauterkrankungen nichts bekommen!



Das ist meine Meinung.

Du kannst dir ja noch überlegen, ob du noch einmal das Gespräch mit deinem Arzt suchts oder ob du es einfach sein lässt!

Sei bitte nicht mehr allzu traurig. Deine Gesundheit und deine Arbeit sind wichtiger, als eine Diagnose. Übrigens kann es ja auch sein, dass du Zöli hast und die entnehmen aus dem Dünndarm eine Biopsie und erwischen diese Stellen nicht oder der Antikörpertest ist nicht verlässlich.





lg Bine
Das, was ich schreibe, beruht im Wesentlichen auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und stellt meine eigene Meinung zum Sachverhalt dar. Mehr nicht. :)

Sani

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11

Freitag, 27. August 2010, 14:56

Ich komme mir gerade vor wie in einem schlechten Kabarett 8| :cursing: :evil: :cursing:

Du machst was mit, du arme.

Wenn es eine Möglichkeit gibt, sich über den Arzt und die Ordi-Hilfe zu beschweren, dann mach das. Du hast meine volle Rückendeckung.

Lg, Sani
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Bist du gut im Leben Retten (Erste Hilfe)? Falls nicht, solltest du was ändern - es kann deine Liebsten als nächstes treffen.

fitnesshase

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12

Freitag, 27. August 2010, 15:02

Aber das ist doch dann die Arzthelferin Schuld!Sie sagte doch,dass sie den Arzt fragen wird.hat sie das nicht getan?Du hast doch keinen Zölitest veranlasst!Du hast doch nur die helferin gefragt, ob es möglich ist!woher sollst du denn wissen,dass es für den Doc nicht ok ist?
Bin sprachlos!
LG vom Hasen :)

ratti

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13

Freitag, 27. August 2010, 15:14

oh puzzle, das tut mir auch so leid für dich, vor allem weil du so extrem schlimm auf gluten reagierst. man muss sich wohl aber leider letztendlich damit abfinden, dass man ohne diagnose dasteht. aber die reaktionen deines körpers sind eindeutig, das ist in meinen augen das wichtigste kriterium.

ich hoffe, du erholst dich jetzt wenigstens recht schnell wieder von dem "gluten-schock", damit es dir bald besser geht.
... immer auf der Jagd nach leckeren Kalorien :rolleyes:

Puzzle

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14

Freitag, 27. August 2010, 19:04

Hi Ihr lieben,

ja, eigentlich ist es die Schuld der Arzthelferin, aber meine Erklärungsversuche am Telefon schien er nicht wirklich hören zu wollen.
Bisher war ich mit dem Arzt ganz zufrieden, die Reaktion hat mich ziemlich getroffen zumal er bei einem Termin davor noch sehr verständnisvoll reagiert hat, als ich ihm von meinen Unverträglichkeiten und der gewünschten Zöliakie Untersuchung erzählt habe. Da meinte er noch: ich verstehe Sie und ich antwortete: deswegen komme ich ja immer wieder zu Ihnen...

Ne, derzeit will ich wirklich keine Ärzte mehr sehen. Ich glaub ich kann auch gar nicht mehr normal mit einem von dieser Sorte reden, ich werde schon unglaublich
wütend, wenn ich nur dran denke.

Gluten habe ich mir inzwischen auch schon bestellt- war noch vor meinem Abbruch. heute ist es angekommen. ich weiß noch nicht, ob ich es irgendwann nochmal waage.
Ich dachte halt es sei wichtig, zumal es ja auch ein unterschied ist, ob man Gluten nur meidet, oder ob man es absolut strikt mit den höchsten Vorsichtsmaßnahmen ausschließen muss...

Nun renne ich schon seit Monaten von einem Arzt zum Anderen, ein einziger von diesen studierten Allwissenden konnte mir helfen.. das ist echt herb.
Alles was ich inzwischen weiß, weiß ich durch´s Forum und ausprobieren. Mal ehrlich: Wie soll man da nochmal einem Arzt vertrauen? Auch in anderen Dingen.
Das fällt echt schwer.

Mist ist das alles, einfach nur Mist!
Meine [abk=Fructoseintoleranz (intestinal)]FI[/abk], SI und LI lasse ich auch nicht testen, so eindeutig wie ich reagiere, brauche ich das nicht.
Danke für Euren Zuspruch, das tut gerade gut. *DrückEuch*

Zusatz: Ach Bine, mir geht es nichtmal ums Geld.. mir geht es eigentlich nur um die eigene Gewissheit. Zöli zieht ja schon einige herbe Folgeschäden nach sich.
Aber ein Leben ohne Genüsse und nur mit Einschränkungen und Verzicht ist auch ganz schön anstrengend. Wenn man dann wenigstens ab und an mal sündigen darf (Minikleks Soße oder ähnliches) dann ist das schon wichtig für mich.
Liebe Grüße
Eure Puzzle

Biene_

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15

Freitag, 27. August 2010, 19:27

Zitat

Ach Bine, mir geht es nichtmal ums Geld.. mir geht es eigentlich nur um die eigene Gewissheit. Zöli zieht ja schon einige herbe Folgeschäden nach sich.
Aber ein Leben ohne Genüsse und nur mit Einschränkungen und Verzicht ist auch ganz schön anstrengend. Wenn man dann wenigstens ab und an mal sündigen darf (Minikleks Soße oder ähnliches) dann ist das schon wichtig für mich.

O.k. wenn das so ist! Dann tut es mir ja noch mehr leid für dich!

Ich habe damals eine klare Entscheidung getroffen, die ich mein Leben lang auch so vertreten kann.

Kann da sehr konsequent sein!



Du sag mal, gibt es nicht auch Tests, die man sich übers Internet bestellen kann? Wäre das evtl. erst einmal eine Möglichkeit? Du bestellst schnellstmöglich einen halbwegs verlässlichen Test und führst diesen durch, solange die Glutenbelastung noch vorhanden ist?



glg Bine
Das, was ich schreibe, beruht im Wesentlichen auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und stellt meine eigene Meinung zum Sachverhalt dar. Mehr nicht. :)

ratti

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16

Samstag, 28. August 2010, 08:04

Du sag mal, gibt es nicht auch Tests, die man sich übers Internet bestellen kann? Wäre das evtl. erst einmal eine Möglichkeit? Du bestellst schnellstmöglich einen halbwegs verlässlichen Test und führst diesen durch, solange die Glutenbelastung noch vorhanden ist?

das ist glaub ich nur so ein test auf IgA-antikörper. wenn man aber IgA-mangel hat, dann ist der eh für die katz, weil das wird ja nicht geprüft. da kann man auch zu nem unfähigen arzt gehen, hat man das gleiche nur billiger.
... immer auf der Jagd nach leckeren Kalorien :rolleyes:

RoBro

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17

Samstag, 28. August 2010, 11:48

Hi,

mein Tipp:

Gleich am Montag früh beim Arzt anrufen, fragen, in welches Labor das ging, dann dort anrufen (oder anrufen lassen, wenn Du denen noch vertraust) und nachfragen, ob sie die Blutprobe noch haben.
Oft bewahren Labore Blutproben noch 1-2 Wochen auf, damit noch Nachuntersuchungen gemacht werden können, falls bei dem ersten Test etwas auffällig war.

Vielleicht hast Du ja Glück, und die haben Dein Blut nocht irgendwo in der Kühlung liegen.

Gruß
Roland
Ich bin Optimist - sogar mein Atemtest ist positiv :D

Sabine66

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18

Dienstag, 31. August 2010, 18:43

genau!!!

Und ich würde es notfalls an deiner Stelle selbst bezahlen. Müßten so um die 50 Euro sein höchstens.

Und damit dann, vor allem wenn positiv zur Krankenkasse und die Kosten für den Test zurück fordern! ;-)

Wenn es so etwas wie gerechtigkeit gibt, müßte die Kasse dann deinen unfähigen Arzt eins auf dem Deckel geben. :!: :!: :!:

Ich bin nach 3 monaten glutenfrei (auf eigene Faust) zum Arzt ums noch offiziell testen zu lassen und der Idiot machte einen Stuhltest auf IGA Gliadin....der war zwar stark positiv, aber das nur der Bluttest und dazu eine Magenspiegelung mit Darmbiopsie gehört habe ich erst nochmals 3 Monate später im Internet erfahren......Da war es viel zu spät!!!!!!!!!!

Ich kann deine Wut so gut verstehen.

L.G. Sabine66

Puzzle

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19

Samstag, 4. September 2010, 08:19

Hallo Ihr lieben,

danke für die Gute Idee, im Labor habe ich zwar nicht ehr angerufen, aber für solche Vorfälle in Zukunft ist es sehr gut zu wissen!
Ich ernähre mich bisher tatschlich wieder glutenhaltig mit den bekannten sympthomen, nur weiß ich nicht, ob die Menge der Gluten ausreicht.
Habe von Eidechse noch eine Adresse für einen Gastroenterologen bekommen, da möchte ich in ein paar Wochen (als letzer Anlauf) vorstellig
werden. Wenn das wieder in die Hose geht, gebe ich es auf und verzichte auf wieder auf Verdacht.

Derzeit esse ich ein Brötchen zu Mittag, danach blähe ich derart auf, das ich kein Getreide mehr sehen will. :thumbdown:
Wenn die Symphtome so stark sind, müsste es von der Menge für eine Belastung doch auch ausreichen, oder?
Zusätzlich esse ich morgends noch etwas Banane- diese bläht zwar auch, aber nicht so wie das Brötchen.
Damit kann ich aber endlich wieder zu Toilette. Bei komplettem Verzicht auf Fruktose geht gar nix und durch
Milch wird das ganze noch verstärkt und kann locker 3 Wochen andauern...

Hashimoto ist auch noch etwas, das ich testen möchte..
Dann habe ich mir noch Nystadin aus der Apo besorgt und mache eine Canditakur auf Verdacht. Wenn ich keine habe, schadet es nicht und
wenn ich Candida haben sollte, müsste ich in ca. 4 Wochen auch eine Besserung erfahren.

Eigentlich sollte ich Banane und Brötchen laut Diätempfehlungen wärend der Kur meiden- aber ich hoffe das diese zwei Fauxpas nicht allzusehr schaden.
Zumal in der Mundspühlung auch Zucker mitdrin ist (gott wie das Bläht) Da soll ich mal einer schlau draus werden.. *kopfschüttel*

Liebe Grüße vom Luftballon :wacko:
Liebe Grüße
Eure Puzzle

Sabine66

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20

Sonntag, 5. September 2010, 09:36

gegen Pilze vorzugehen nützt im Moment garnichts!!!

Denn wenn im Dickdarm Nahrungsmittelreste ankommen die da nicht hingehören, bilden sich immer wieder neue.

Erst die Nahrung meiden, die dein Darm nicht verarbeiten kann. Dann gegen die restlichen verbliebenen Pilze vorgehen.Meiner Meinung nach normalisiert sich deren Bestand aber auch von alleine, wenn Ihnen die Grundlage entzogen ist.

Testen lassen kann man dies mit einem Stuhltest! Anhand des Zuckergehalt im Stuhl. Denn alles was im Magen und Dünndarm nicht verarbeitet werden kann, bildet im Dickdarm Zucker und Zuckeralkohole. Ich bin zwar kein Heilpraktiker. Aber wenn zu viel Zucker im Stuhl ist, dann hat die Verstoffwechselung/ Spaltung der Kohlenhydrate.... nicht funktioniert. Und durch die Zuckeralkohole steigen die Leberwerte!

Ist mir selber auch so ergangen.Trotz meiden jeglichen Zuckers war mein Zucker im Stuhl 6 mal so hoch wie normal. Und mein Billiburin war kurz vor ner Gelbsucht!

Seit meiden von jeglichen Gluten ist beides wieder völlig normal. Selbst der Histamingehalt im Stuhl ist eher unterer Durchnitt. Und das bei ner ehemals starken HI (DAO=1,0)

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